Alles Tomate, oder was?

Der lange Weg zu leckeren Tomaten

Tomaten, mmmmmm…. ist es nicht ein Genuss im Sommer fast täglich ganz aromatische Tomatensalate zu essen? Also für mich und meinen Mann schon. Kaum ein anderes Gemüse ist so lecker und auch vielseitig. Die Vorfreude beginnt bereits bei der Aussaat.

In diesem Jahr habe ich mir ca. 20 verschiedene Sorten vorgenommen. Von 10 Sorten gibt es zwei Pflanzen, der Rest erscheint nur einmal. Bewährte Sorten müssen sich später im Freiland behaupten, empfindliche Sorten bekommen zunächst eine Chance im Gewächshaus. Mit der Aussaat beginne ich nach dem Mondkalender, wenn die Aussaatzeit für Fruchtpflanzen günstig ist. Drei Samen ist das Minimum, bei normaler Entwicklung dürfen nach dem Pikieren zwei weiterwachsen. Zunächst verwende ich torffreie Anzuchterde, nach dem Pikieren verwende ich meine eigene Gartenerde mit Kompostzugabe. Das hat sich bei mir über viele Jahre bewährt.

Die ersten Tage, bis sich die ersten kleinen Keimblätter ausgebildet haben, sind sehr spannend und macht eine tägliche Überwachung nötig. Zuviel Wärme bei zuwenig Licht lassen die Keimlinge schießen und das möchte ich möglichst vermeiden. Also wandern die Aussaatkästen von der Heizung bald auf ein Fensterbrett, mäßig warm aber mit viel mehr Licht. Und dann heißt es auch täglich die Feuchtigkeit überwachen.

Das Wachstum geht rasant und wenn die Keimblätter sich gut ausgebildet haben, dazwischen sich schon erste kleine Laubblätter zeigen, dann ist es Zeit, die Winzlinge vorsichtig umzupflanzen. Jedes Pflänzchen sollte ein eigenes Töpfchen bekommen.

So entwickeln sich die Pflanzen gut und kräftig. Die Töpfe werden zunächst immer weiter mit guter Erde aufgefüllt und wenn die Erde in den Töpfen gut mit Wurzeln ausgefüllt sind, ist es Zeit die Tomatenpflanzen ein letztes Mal in größere Töpfe umzusetzen. Wenn es die Witterung erlaubt, bringe ich die Pflanzen ab jetzt ins Gewächshaus.

Weiterhin ist die Überwachung von Temperatur und Feuchtigkeit wichtig und ab jetzt werde ich bei Sonnenschein auch regelmäßig lüften. Während des weiteren Wachstums fülle ich die Töpfchen immer wieder mit Komposterde auf. So rege ich die weitere Bildung von Wurzeln aus dem Stengel an. Viele Wurzeln sind günstig für eine gute Nährstoffversorgung.

Wenn sich alles weiterhin so gut entwickelt und die Pflanzen gedrungen und kräftig weiter wachsen, sind sie im Mai genau richtig, um sie dann auszupflanzen, entweder ins Gewächshaus oder 1-2 Wochen später ins überdachte Freiland. Und einer leckeren Tomatenernte steht fast nichts mehr im Wege.

Nach dem Auspflanzen geht meine Fürsorge noch weiter. Regelmäßig die kleinen Triebe in den Blattachseln ausgeizen, gießen, mulchen und rechtzeitig aufbinden ist das, was weiterhin gemacht werden muss. Jede zweite Woche gibt es noch verdünnte Brennnesseljauche ins Gießwasser, denn viele schöne und große Früchte brauchen Kraft.

Wenn dann der Sommer noch gut warm und trocken ist, wird es eine tolle Ernte und ich kann es kaum abwarten bis ich die erste Tomate in den Mund stecken kann.

Fünf Monate Entwicklungszeit sind eine lange Zeit, ja, aber es lohnt sich.

Hier meine Sortenliste von 2018:
Big Rainbow. Fredi
Glossy Rose Blue. Dancing with Smurfs
Purple Dragon. Grüne Ananas
Evergreen. Indigo Rose
Violett Jasper. Bursztyn
Green Zebra. Cerrola Rispe
Orange Egg. Black Mauri
Red Cavern. Auriga
Königin der Nacht. Nepal
Rote Spitzel. Artisan pink
Daneben gibt es noch Namenlose, geschenkt oder getauscht. Die Cerrola Rispe und Black Mauri sind sehr früh und wir konnten schon einige Früchte essen.

2 Kommentare bei „Alles Tomate, oder was?“

  1. Hallo Gaby,

    berichte doch mal, welche 20 Sorten du angepflanzt hast und wie es ihnen derzeit geht!
    Du musst ja einen riesigen Garten bzw. viel Gewächshaus haben!! 🙂
    Wir haben dieses Jahr neun Sorten ausgesät, die ich hier beschreibe:

    Endlich: Tomatenanzucht 2018 startet

    Die Samen der Aprikosenkirschtomate sind gar nicht erst aufgegangen. Alle anderen stehen im Garten und im Gewächshaus – man sieht schon Tomaten, aber reif sind noch keine.

    1. Hallo Claudia, leider komme ich jetzt erst dazu, dir zu antworten. Manchmal sind einfach ander Dinge wichtiger als Garten😎😉
      Mein Garten ist groß, ja, aber für die Tomaten habe ich ein normales (2,5×3,5) Gewächshaus und einen überdachten Unterstellplatz im Gemüsegarten. Einige wenige Pflanzen versuche ich dann noch ganz ohne Schutz im Freiland wachsen zu lassen. Bei denen teste ich, wie sie auf Krautfäule reagieren und ob der Ertrag noch zufriedenstellend ist.
      Hier meine Sortenliste von 2018:
      Big Rainbow. Fredi
      Glossy Rose Blue. Dancing with Smurfs
      Purple Dragon. Grüne Ananas
      Evergreen. Indigo Rose
      Violett Jasper. Busztyn
      Green Zebra. Cerrola Rispe
      Orange Egg. Black Mauri
      Red Cavern. Auriga
      Königin der Nacht. Nepal
      Rote Spitzel. Artisan pink
      Daneben gibt es noch Namenlose, geschenkt oder getauscht. Die Cerrola Rispe und Black Mauri sind sehr früh und wir konnten schon einige Früchte essen.

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