Königin der Blumen

Was wäre mein Garten ohne Blumen, ohne Rosen?

Sehr armselig und fade. Die Rosen sind wie das Salz in der Suppe. Sie schaffen Struktur, geben Farbakzente, schirmen ab, schaffen ein Kleinklima, bieten Nektar und Pollen für Insekten, leuchten in der Dämmerung, duften himmlisch und nicht zuletzt beleben sie das Gemüt mit ihren herrlichen Farben.

Nicht alle Sorten sind für mein Klima gut geeignet, ich muss immer die Höhenlage und den festen Lehmboden im Auge behalten. Aber bei einer guten Auswahl erfreuen mich inzwischen fast 70 verschiedene Rosen im Garten und um das Haus.

Es hat einige Jahre gedauert, bis ich herausgefunden habe, welche Sorten aus dem ungeheuren Rosenangebot für unser Region und meinen Boden günstig sind. Und trotz dieses trockenen Sommers, der eigentlich allen Blattpilzen nicht gut getan hat, gibt es wieder Rosen, die inzwischen ohne Blätter da stehen und sich mit den Neuaustrieben schwer tun. Bei manchen werde ich Im Herbst überlegen, ob ich sie evt. entferne, sie machen viel Arbeit und die Zeit, die ich dafür aufwende, kann ich anderweitig einsetzen.

Edelrosen habe ich nur ganz wenige, sie passen meiner Meinung nach nicht in meinen naturnahen Landhausgarten. Ich liebe die großen Rosenbüsche, also Strauchrosen, die auch mal etwas größer werden dürfen und offen oder auch gefüllt blühen. Natürlich sollten sie auch gut duften, besonders wenn sie in der Nähe des Sitzplatzes wachsen.

Einige Rosen werde ich hier vorstellen, im Laufe der Zeit kommen sicher immer wieder einige dazu.

Gut duftet in der Nähe meines Sitzplatzes die Rose William Shakespeare. Auch die weiße Lionsrose, nicht weit entfernt, hat einen herrlich zitronigen Duft und auch sie blüht bis zum Frost immer wieder.

 

Auch die rosablühende, dicht gefüllte Gertrud Jekyll und die apricotfarbene Sangerhäuser Jubiläumsrose duften  herrlich und blühen reich und üppig. Sie sind sehr robust und haben sich als gesunde Sträucher hier bestens eingelebt. Aus einem kleineren, abgebrochenem Zweig der G. Jekyll konnte ich sogar erfolgreich eine zweite kräftige Pflanze nachziehen.

Die noch kleine und zarte dunkelrote Darcey Bussell ist erst drei Jahre alt und wird hoffentlich an Größe noch etwas zulegen.

 

In der Obstwiese wächst schon seit vielen Jahren eine prächtige Apfelrose, von ihr weiß ich leider keinen Namen. Sie duftet sehr stark, leicht herb aber auch nach Zitrone. Ihre Hagebutten werden gerne von den Vögeln geholt. Geschnitten wurde sie kaum, inzwischen ist sie über zwei Meter hoch und genau so breit. Und am westlichen Eingang zum Gemüsegarten teilen sich die beiden Kletterrosen Perennial Blue und  New Dawn der Durchgang. Ihr Duft ist nicht sehr intensiv, dafür ist zur Blütezeit der Anblick ein wahrer Farbenrausch.

Seit einigen Jahren erfreut mich auch die Rose Golden Celebration. Sie duftet auch sehr stark und ihre herrlich goldene Blütenfarbe leuchtet auch bis in den Spätsommer. Eine meiner ältesten Gartenrosen ist die Rose Westerland. Sie blüht auch bis in den Herbst immer wieder und wäre sie nicht vor Jahren bei einen sehr heftigen Sturm mit dem gesamten Spalier umgebrochen, wäre sie inzwischen über 250 cm hoch.

Die dunkel pinkviolette Heidi Klumm-Rose wächst leider nicht so gut wie ich mir das für eine kleine kompakte Rosen wünsche. Sie bekommt schnell den Rosenrost und steht dann ohne Blätter da. Sie wird demnächst wieder entfernt.

Dann gibt es noch am Südrand des Gemüsegartens eine unbekannte Kletterose. Sie ist sehr gesund, hatte noch nie Blattkrankheiten und wächst sehr kräftig, dicktriebig in einem Jahr fast einen Meter. Sie ist cremeweiß und hat einen breiten roten Rand. Sie duftet nicht. Es könnte die Antike 89 Rose sein, aber sicher bin ich mir nicht.

 

 

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